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Mutter-Kind-Haus



Zielgruppen

Der zu betreuende Personenkreis der sozial benachteiligten, alleinstehenden Schwangeren / Mütter zeichnet sich in der Regel durch einen mehrjährigen stationären Aufenthalt in Fachkrankenhäusern und/oder Jugendhilfeeinrichtungen (z.B. Heime, Reha-Einrichtungen usw.) aus. In diesem Zusammenhang wird häufig vom sogenannten Drehtüreffekt gesprochen, der nicht zuletzt durch Hospitalisierung, Kriminalisierung und einseitig klinischen Definitionen von Symptomen verstärkt wird.
 
Mutter Diesen Schäden vorzubeugen, bzw. den psychosozialen Auswirkungen dieser Schäden entgegenzuwirken, bedarf es eines anderen Rahmens als den der stationären Einrichtungen, deren oftmals gewährte "Rundum-Versorgung" nach der Entlassung abrupt endet und die Klientin in ihrer Hilflosigkeit allein läßt.
 
Andererseits sind rein ambulante Möglichkeiten nicht weitreichend genug, um das erforderliche Ziel der "Wieder-Eingliederung" adäquat zu erreichen.
 
Der Hilfeprozess im Mutter-Kind-Haus bedeutet nicht eine Fortführung bestehender stationärer Maßnahmen, sondern soll vielmehr den veränderten Situationen der Frauen gerecht werden, die entweder wegen Schwangerschaft aus vorherigen Einrichtungen entlassen werden müssen oder nach Beendigung der Maßnahme mit ihren Kindern einen neuen Lebensabschnitt beginnen wollen.
 
In der Regel ist die Lebenssituation der jungen Frauen durch mehrere Problembereiche und Schwierigkeiten gekennzeichnet:
  • bestehende Schwangerschaft, Mutterschaft
  • belastende Trennungssituation
  • Gewalt- und Mißbrauchserfahrungen
  • drohender Wohnungsverlust/ Wohnungslosigkeit
  • längerfristige Arbeitslosigkeit
  • ohne bzw. mit abgebrochener Schul- und/oder Berufsausbildung
  • soziale Vereinsamung
  • infolge von Verschuldung aufgetretene milieubedingte und soziale Defizite
  • Kontaktschwäche, infolge jahrelanger einseitiger Kommunikationsmuster
  • Interaktionsschwierigkeiten zur Durchsetzung und Befriedigung menschlicher Grundbedürfnisse
  • dissoziale Verhaltensmerkmale
  • verwahrlostes Erscheinungsbild
  • Suizidgefahr
Durch ungünstige Lebensumstände und Mehrfachbelastungen sind die Betroffenen nicht fähig, ihre besonderen sozialen und persönlichen Schwierigkeiten ohne fremde Hilfe zu überwinden. Sie benötigen Begleitung, Unterstützung und Förderung ihrer Persönlichkeitsentwicklung, so dass sie wieder in die Lage versetzt werden, aktiv am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen zu können.

Einzugsbereich

In erster Linie alleinstehende Frauen aus dem örtlichen Einzugsbereich; eine Aufnahme aus dem überörtlichen Bereich ist im Einzelfall möglich.

Aufnahmekriterien

  • aktive Mitarbeit an der Behebung und Linderung der besonderen sozialen und individuellen Schwierigkeiten
  • Teilnahme an individuell aufgestellten Hilfsangeboten
  • Einzelgespräche
  • Gruppenangebote
  • Wahrnehmung der Pflichtveranstaltungen
  • Anerkennung der Hausordnung
Mutter-Kind-Haus
Paderborn
8 Wohnplätze
 
Ansprechpartner:
 
Christine Jänsch
Monika Meller
Karina Kanne
und Stefanie Jennebach
 
Christine Jänsch Monika Meller Karina Kanne Stefanie Jennebach
Tel.: (05251) 28 00 24
Fax: (05251) 28 08 45
Kontakt: mutter-kind-haus@kim-paderborn.de

Prospekte oder unseren aktuellen Jahresbericht (falls verfügbar) schicken wir Ihnen gerne zu. Sie können sich auch sofort hier die gewünschten Informationen als pdf-Datei herunterladen.